In der Mitte die Gewinner: Nikos Stergiopoluos, Rheon Medical & Andreas Hogg, Coat-X

Die Gewinner des Medtech Awards

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Am Swiss Medtech Day wurden die beiden Westschweizer Start-ups Rheon Medical und Coat-X mit dem Swiss Medtech Award im Wert von 50 000 Franken ausgezeichnet. Das eyeWatch System von Rheon Medical revolutioniert derzeit die Behandlung des grünen Stars. Es wurde bereits bei mehr als 150 Patienten erfolgreich angewandt. Bei der Produktentwicklung spielte die Beschichtungstechnologie von Coat-X eine zentrale Rolle.

Der Swiss Medtech Day ist die Bühne für die Verleihung des begehrten, von der Lichtsteiner Stiftung, der Straumann Gruppe und Ypsomed gesponserten Innovationspreises im Wert von 50 000 Franken. Die beiden Westschweizer Start-ups Rheon Medical und Coat-X sind die Gewinner des Swiss Medtech Award 2020. Sie wurden von den rund 500 Teilnehmenden für ihre Kooperationsleistung gefeiert.

Das eyeWatch System von Rheon Medical revolutioniert derzeit die chirurgische Behandlung des grünen Stars (Glaukom). Das Medizinprodukt ist bereits auf dem Markt und wurde schon bei mehr als 150 Patienten erfolgreich angewandt. Unter Glaukom versteht man eine Gruppe von Augenerkrankungen. Allen gemeinsam ist, dass der Sehnerv zunehmend und irreversibel geschädigt wird – beim schlimmsten Verlauf bis zur Erblindung des Patienten. Ein zu hoher Augeninnendruck ist der grösste Risikofaktor für die Entstehung des Glaukoms. Genau dort setzt die Innovation an. Ist die eyeWatch einmal im Auge implantiert, lässt sich der Augeninnendruck des Patienten einfach einstellen bzw. bei Nachkontrollen bedarfsgerecht verstellen – mit ein paar wenigen Handgriffen von aussen. Das Herzstück dieses weltweit ersten, nicht-invasiven Druckausgleichssystems zur Behandlung des grünen Stars ist eine drehbare Magnetplatte. Dank der innovativen Beschichtungstechnologie von Coat-X ist die Magnetplatte vor Erosion durch Körperflüssigkeiten geschützt – eine Voraussetzung für die Implantation der eyeWatch.

«Die Schweiz ist einer der weltweit attraktivsten Standorte für die Entwicklung und Fertigung von komplexen, innovativen Medizinprodukten. Die heute ausgezeichnete, gemeinsame Leistung der beiden Firmen Rheon Medical und Coat-X ist ein Musterbeispiel dafür – ein ideales Zusammenspiel von Engineering, Mikrotechnik und Werkstofftechnologie» sagt Peter Biedermann, Geschäftsleiter von Swiss Medtech.

Die Jury und das Publikum würdigten auch die Leistung der beiden anderen Finalisten. Aleva Neurotherapeutics schaffte es mit einem Tiefenhirnstimulations-System zur Behandlung von Parkinsonpatienten ins Finale, und VirtaMed mit Chirurgie-Simulatoren, die es Ärztinnen und Ärzten ermöglichen, ihre Operationsfertigkeiten virtuell zu trainieren. 

 

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