Impfstoff: Rückschlag für Sanofi und GSK

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Der neue Covid-19-Impfstoff der beiden Konzerne erzielt laut ersten Ergebnissen nur eine unzureichende Immunantwort. Anfang 2021 wollen Sanofi und GSK eine neue Studie starten.

 Rückschlag für die Pharmakonzerne Sanofi und Glaxo-Smithkline (GSK) bei der Entwicklung ihres Corona-Impfstoffs: Bis zu einer möglichen Zulassung des Vakzins, von dem die Europäische Union bis zu 300 Millionen Dosen verwenden will, könnte es deutlich länger dauern als gedacht.

Nach ersten Studienergebnissen, die Sanofi am Freitag veröffentlichte, erzeugte der Impfstoff nur eine unzureichende Immunantwort bei älteren Menschen. Diese sind bei einer Corona-Infektion aber besonders gefährdet. Sanofi will nun Anfang kommenden Jahres eine weitere Studie zu starten und hofft, bis Ende 2021 einen wirksameren Impfstoff zu entwickeln.

Eigentlich hatte der Konzern bei positiven Studienergebnissen auf eine Marktzulassung bis Mitte nächsten Jahres gehofft. Die für eine Zulassung entscheidende Phase-3-Studie sollte noch in diesem Monat beginnen. Die Aktien von Sanofi verloren an der Börse in Paris fast drei Prozent. Neben der Europäischen Union haben sich auch die USA und Großbritannien schon Millionen Dosen des Impfstoffs vorab gesichert.

Nach den am Freitag veröffentlichten Ergebnissen der Phase-1/2 Studie erzeugte der Impfstoff bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 49 Jahren eine Immunreaktion, die vergleichbar mit der von bereits genesenen Covid-19-Patienten war. Bei älteren Erwachsenen sei die Immunantwort allerdings niedrig gewesen – wahrscheinlich aufgrund einer unzureichenden Konzentration des Antigens, teilte Sanofi mit.

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