Wer sich in grossen Spitälern wie dem Universitätsspital Zürich behandeln lässt, erhält in der Regel die bessere Versorgung.

Falsche Diagnosen in kleinen Spitälern

Publiziert

Eine Studie von St. Galler Ärztinnen und Ärzten belegt die schlechtere Versorgung in kleineren Spitälern: Seltene Krankheiten werden häufig falsch oder zu spät diagnostiziert.

Wer sich im kleineren Regionalspital behandeln lässt, risikiert, dass seine Krankheiten, insbesondere wenn es sich um seltene Krankheiten handelt, nicht erkannt werden. Eine Studie von Ärztinnen und Ärzte des Kantonsspitals St. Gallen hat dieses Problem dargelegt.

Unterdiagnosen oder zu späte Diagnosen können den Krankheitsverlauf bei vielen seltenen Krankheiten negativ beeinflussen. In der Regel verhindert eine frühzeitige Behandlung bei vielen Krankheiten kognitive und körperliche Behinderungen.

Martin Brutsche, Mitautor der Studie und Chefarzt der Klinik für Pneumologie und Schlafmedizin in St. Gallen, kam bereits in einer früheren Studie zum Schluss: Eine Fallzahl von mindestens 7217 Spitaleinweisungen pro Jahr sei ein Indikator für eine akzeptable diagnostische Leistung.

Die Studie spricht dafür, die Schweizer Spitalplanung zu überdenken. Bisher verhindern immer wieder politische Interessen in den Kantonen eine effiziente Spitalplanung über Kantonsgrenzen hinweg.

 

EVENTS

Bezugsquellenverzeichnis