Durch die Inhalation gelangt der Impfstoff genau ins Zielorgan Lunge – dorthin, wo das Virus besonders heftig zuschlägt. © Fraunhofer ITEM, Felix Schmitt

Neuer Corona-Impfstoff zum Inhalieren

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In Hannover arbeiten Forschende der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und des Fraunhofer ITEM an einem Vakzin, das nicht gespritzt, sondern inhaliert wird. In der klinischen Studie MVA wollen sie jetzt die Sicherheit und Verträglichkeit dieses neuen Impfstoffes als Auffrischungsimpfung (Booster) gegen Covid-19 testen.

Weltweit sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Suche nach weiteren Impfstoffen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. Für die Studie werden noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht. Mitmachen können gesunde, vollständig gegen das SARS-CoV-2-Virus geimpfte Frauen und Männer zwischen 18 und 60 Jahren, und zwar wenn sie entweder zweifach geimpft sind und noch nicht geboostert wurden oder wenn sie zweifach geimpft sind und die Booster-Impfung vor mehr als drei Monaten erhalten haben.

Durch die Inhalation gelangt der Impfstoff genau ins Zielorgan Lunge – dorthin, wo das Virus besonders heftig zuschlägt. Die Studie soll Erkenntnisse darüber liefern, ob und wie stark das eingeatmete Vakzin das Immunsystem dazu anregt, Antikörper zu produzieren, die vor der Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus schützen. Bei dem Impfstoff handelt es sich um einen Vektorimpfstoff auf der Basis eines genetisch stillgelegten Pockenvirus. Im Fachjargon heißt es »modifiziertes Vakzinia Virus Ankara«, kurz MVA. Daher rührt der Name der Studie.

Zur Studienteilnahme gehören insgesamt elf ambulante Termine und sechs Telefonvisiten über einen Zeitraum von insgesamt fünf Monaten. Außer der Impfung per Inhalation erwarten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehrere Untersuchungen wie beispielsweise Lungenfunktionsprüfungen, Lungenspiegelungen, Blutentnahmen und Urinuntersuchungen.

Die Teilnehmenden werden gründlich medizinisch untersucht und erhalten eine Aufwandsentschädigung von bis zu 1500 Euro. Die Studie wird im Clinical Research Center Hannover (CRC Hannover) durchgeführt.

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